{"id":73,"date":"2011-10-05T20:04:40","date_gmt":"2011-10-05T20:04:40","guid":{"rendered":"http:\/\/rasselbande-burscheid.de\/?page_id=73"},"modified":"2018-07-15T13:02:39","modified_gmt":"2018-07-15T13:02:39","slug":"sprache","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/rasselbande-burscheid.de\/?page_id=73","title":{"rendered":"Sprache"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft\" title=\"Sprache\" src=\"http:\/\/lh4.ggpht.com\/_H3cYQTGLgeU\/SjvjxFuEOzI\/AAAAAAAABUc\/w7EQTjCbOHU\/s576\/DSC01101.JPG\" alt=\"\" width=\"346\" height=\"234\" \/>Sprache begleitet Kinder von Anfang an. Erkennbar gesprochene Worte bilden nicht den Ausgangspunkt von Sprache und Kommunikation. Wenn ein Kind sein erstes Wort sagt, hat es bereits eine pers\u00f6nliche Vorgeschichte hinter sich, in der es zugeh\u00f6rt, beobachtet, mit Lauten experimentiert und sorgf\u00e4ltig ausgew\u00e4hlte Leute nachgeahmt hat.<\/p>\n<p>Mit der angeborenen Kontaktfreudigkeit und Empf\u00e4nglichkeit von kleinen Kindern sind\u00a0 bereits die Grundlagen f\u00fcr das Erlernen ihrer Muttersprache (aber auch einer zweiten Sprache) gelegt, bevor die Kinder zu sprechen beginnen.<\/p>\n<p>Sprache wird ganzheitlich entwickelt. Das hei\u00dft, sie wird in Verbindung mit anderen Entwicklungsbereichen wie \u00a0der sozialen F\u00e4higkeit, musikalischen Erfahrungen oder auch mit Bewegung erlernt und weiter ausgebaut.<\/p>\n<p>Wir f\u00f6rdern Sprache, indem wir in Einzelsituationen, in der Kleingruppe und in der Gesamtgruppe, die kindliche Neugier und Lernfreude nutzen und hier positive Spracherlebnisse erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Eine besonders wichtige F\u00f6rderma\u00dfnahme sollte immer das Handlungsbegleitende Sprechen sein.<\/p>\n<p>Im t\u00e4glichen Umgang miteinander f\u00f6rdern wir die Sprechfreude, in dem wir den Kindern M\u00f6glichkeiten, Zeit und Anregungen bieten.<\/p>\n<p>Hilfreich sind dabei vielf\u00e4ltige Materialien und Medien wie\u00a0 (Bilder-) B\u00fccher, Lieder, Singspiele, Reime u.s.w.<\/p>\n<p>Somit beschr\u00e4nkt Sprachf\u00f6rderung sich nicht auf das letzte Kindergartenjahr, sondern begleitet die Kinder von ihrem ersten Tag in der Rasselbande.<\/p>\n<p>Seit dem Fr\u00fchjahr 2007 werden zus\u00e4tzlich alle 4j\u00e4hrigen Kinder in einem Testverfahren zur Feststellung der Sprachf\u00e4higkeit (Delphin4)\u00a0 gepr\u00fcft.<\/p>\n<p>Dies ist gesetzlich verankert und f\u00fcr alle Kinder dieser Alterstufe verbindlich. Die Kinder, bei denen die Notwendigkeit einer Sprachf\u00f6rderung festgestellt wird, besuchen ein Mal in der Woche unsere Sprachf\u00f6rdergruppe \u201eDie Quasselstrippen\u201c.<\/p>\n<p>Diese wird von zwei Kolleginnen durchgef\u00fchrt, welche sich zum Thema Sprache entsprechend fortgebildet haben. Auch hier werden Themen, Aktionen und Fortschritte der Kinder dokumentiert und k\u00f6nnen von den Eltern erfragt und eingesehen werden.<\/p>\n<p>In allen Gruppen unterst\u00fctzen wir die Sprachentwicklung durch die Babyzeichensprache. Das gesamte Team wurde in einem Workshop geschult und unterst\u00fctzt die Kommunikation mit den Kleinsten durch diese Zeichen. (siehe Babyzeichensprache).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Babyzeichensprache<\/strong><\/p>\n<p>Bei der Babyzeichensprache handelt es sich um eine vereinfachte Form der deutschen Geb\u00e4rdensprache.<\/p>\n<p>Sie wird eingesetzt, um die Kommunikation zwischen Kleinkindern und Erwachsenen zu erleichtern bzw. erst zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Kinder wollen sich, sobald sich ihnen die Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten ihrer Umwelt klar werden, anderen mitteilen.<\/p>\n<p>Sie tun das durch Mimik und Gestik, aber auch durch ihre Laut\u00e4u\u00dferungen, soweit es ihnen m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>Eltern erkennen vieles, was ihre Kinder ihnen mitteilen wollen, an diesen Zeichen. Aber sie sind oft auch die Einzigen und auch sie verstehen die Kinder nur in einem gewissen Rahmen.<\/p>\n<p>Wenn ein kleines Kind nachts wach wird und weint, kann das viele Ursachen haben. Uns bleibt es dann, zu hoffen, dass wir die richtige erraten. Dem Kind z.B. zu Trinken geben und hoffen, dass es wieder schlafen kann.<\/p>\n<p>Die Babyzeichensprache macht es uns m\u00f6glich, die Kinder detaillierter zu verstehen.<\/p>\n<p>Ab dem 6- 8. Monat k\u00f6nnen die Kleinkinder die Zeichen verstehen und anwenden. Sie haben ein Bild von ihrer Umgebung, kennen Abl\u00e4ufe und mittlerweile auch ihre eigenen Bed\u00fcrfnisse. Wenn wir den Kindern die M\u00f6glichkeit geben, sich uns \u00fcber Zeichen mitzuteilen, dann tun sie das gern.<\/p>\n<p>Die Sorge, dass die Kinder durch die Anwendung der Zeichensprache etwa sp\u00e4ter anfangen zu sprechen, ist unbegr\u00fcndet. Wie die Kinder auch das Laufen trotz des Krabbelns lernen, lernen sie das Sprechen trotz der Zeichensprache.<\/p>\n<p>Das Sprechen bleibt f\u00fcr die Kinder interessant und erstrebenswert, da es noch viel detaillierter ist. Au\u00dferdem werden die Kinder mobiler, verlassen den Raum oder brauchen ihre H\u00e4nde f\u00fcr andere Dinge, so dass die Notwendigkeit des Spracherwerbs mit dem Heranwachsen mitw\u00e4chst.<\/p>\n<p>In der G\u00e4nsebl\u00fcmchengruppe wird seit Anfang 2009 die Babyzeichensprache eingesetzt.<\/p>\n<p>Das gesamte Team hat an einem Workshop teilgenommen und unterst\u00fctzt die Kommunikation mit den Kleinsten nun durch diese Zeichen.<\/p>\n<p>In den anderen Gruppen haben wir nachtr\u00e4glich auch die Babyzeichensprache einf\u00fchrt, da wir gemerkt haben, dass auch den 2 j\u00e4hrigen Kindern, und hier vor allem denjenigen, die nicht rein deutschsprachig aufwachsen, die Zeichen eine gro\u00dfe Hilfe bei der Verst\u00e4ndigung, bis zum vollst\u00e4ndigen Spracherwerb sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Auch die Eltern werden an die Zeichensprache herangef\u00fchrt, so dass die Kinder jetzt zu Hause und in der Rasselbande die M\u00f6glichkeit haben, sich mitzuteilen.<\/p>\n<p>Die Erfahrungen zeigen, dass die Kinder die Zeichen gern annehmen und es ihnen gut tut, wenn sie das Erfolgserlebnis haben, verstanden zu werden. Auch der Spracherwerb wird, nach unseren Erfahrungen, gef\u00f6rdert, denn durch den Einsatz der Zeichen sprechen wir Erwachsenen langsamer, deutlicher und betonen die einzelnen Silben deutlicher. Die Kinder unterstreichen ihre Gesten oft und gerne durch Laute, Silben oder die ersten Worte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sprache begleitet Kinder von Anfang an. Erkennbar gesprochene Worte bilden nicht den Ausgangspunkt von Sprache und Kommunikation. Wenn ein Kind sein erstes Wort sagt, hat es bereits eine pers\u00f6nliche Vorgeschichte hinter sich, in der es zugeh\u00f6rt, beobachtet, mit Lauten experimentiert und sorgf\u00e4ltig ausgew\u00e4hlte Leute nachgeahmt hat. 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